Wir haben die Sustainable Development Goals seit zehn Jahren. Wir wissen, woran es hakt, wir haben eine Agenda bis 2030 und stehen trotzdem an vielen Stellen kaum weiter als am Anfang. Genau aus dieser Beobachtung, dem sogenannten Knowing-Doing-Gap, sind vor einigen Jahren die Inner Development Goals entstanden: kein neues Programm, sondern, wie unser Gast es nennt, ein fehlendes Puzzleteil.

Katharina Moser war von Anfang an dabei, hat den IDG Summit in Stockholm vier Jahre lang kuratiert, gestaltet und moderiert und arbeitet als Expertin für Experience Design und Moderation genau an der Schnittstelle, um die es in dieser Folge geht: wie aus abstrakten Konzepten gemeinsam erlebbare Räume werden. Mit ihr sprechen wir darüber, was die IDGs eigentlich sind – fünf Bereiche von Being über Thinking, Relating und Collaborating bis Acting –, wie daraus inzwischen ein weltweites Netzwerk aus über 800 lokalen Hubs geworden ist, und warum sich der Fokus zunehmend von zentralen Großveranstaltungen hin zu dezentralen Strukturen verschiebt.

Wir sprechen auch den naheliegenden Einwand offen an: Ist innere Entwicklung nicht vor allem etwas für Menschen, die es sich leisten können – zeitlich, finanziell, mental? Katharina widerspricht dem entschieden und macht deutlich, warum gerade schwierige Lebensumstände oft der eigentliche Ausgangspunkt für Entwicklung sind. Am Ende geht es um das, was sie selbst als Kern beschreibt: die zunehmende Unverbundenheit mit uns selbst, miteinander, mit der Welt und wie innere Verbindung wieder zur Voraussetzung für äußeres Handeln werden kann.

Next Stop: Future

Katharina Moser

Inner Development Goals

Catharina Fischer-Rodig

Anja Kirig