In dieser Podcastfolge sprechen wir, Catharina Fischer und Anja Kirig, über die Zukunft vom Sport.
Wir sprechen über Inklusion, Diversität und Veränderungen im Sport.

Inklusion bedeutet: Alle Menschen können mitmachen.
Diversität bedeutet: Menschen sind unterschiedlich.

Zwei Gäste sind dabei: Katja Lüke und Daniel Schmidt.

Wir sprechen über Sichtbarkeit, Veränderungen und neue Ideen für den Sport.

Sichtbarkeit ist wichtig

Im Podcast geht es zuerst um eine Aktion der Deutschen Bahn.

Während der Olympischen Winterspiele gab es eine Kampagne.
Besitzer einer BahnCard Gold konnten kostenlos Bahn fahren, wenn Deutschland Gold gewann.

Für die Paralympics war diese Aktion zuerst nicht geplant.
Die Paralympics sind Sportwettkämpfe für Menschen mit Behinderung.

Später wurde die Aktion doch noch erweitert.

Das zeigt eine wichtige Frage:
Warum sind manche Leistungen sichtbarer als andere?

Sportler bei den Paralympics leisten genauso viel wie olympische Sportler.
Trotzdem bekommen sie oft weniger Aufmerksamkeit.

Es gibt auch andere Wettkämpfe:
zum Beispiel die Special Olympics oder die Deaflympics.
Auch dort gibt es Leistungssport.
Viele Menschen kennen diese Wettbewerbe kaum.

Heute ist es normal, dass man sich gemeinsam für Olympische und Paralympische Spiele bewirbt.
Aber in der Gesellschaft sehen noch nicht alle beides als gleich wichtig.
Es gibt aber schon Sportarten, in denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen bei deutschen Meisterschaften starten,

sagt Katja Lüke,

sie arbeitet als Referentin im Ressort Diversity, DOSB

Erste Veränderungen im Sport

Im Sport hat sich schon etwas verändert.

Olympische Spiele und Paralympische Spiele finden heute am selben Ort statt.
Auch die Prämien für Medaillen sind gleich hoch.

Trotzdem ist diese Gleichheit noch nicht überall in der Gesellschaft angekommen.

Veränderungen können auch im kleinen Rahmen beginnen.
Zum Beispiel in Sportvereinen.

Vereine können inklusive Wettbewerbe organisieren.
Oder gemeinsame Meisterschaften.

Vielfalt und Barrierefreiheit sollten im Alltag der Vereine sichtbar sein.

Sportvereine sind wichtige Orte

Sportvereine sind mehr als Orte für Training und Wettkampf.

Menschen treffen sich dort.
Sie bewegen sich gemeinsam.
Sie lernen neue Menschen kennen.

Viele Vereine bieten zusätzliche Angebote.
Zum Beispiel Reha-Sport oder Bewegungsprogramme.

Manche Projekte helfen gegen Einsamkeit.

Sportvereine verbinden Menschen.
Sie schaffen Gemeinschaft.

Damit helfen sie auch bei gesellschaftlichen Problemen.

Der Sport hält an seinen Werten fest.
Im Sport klappt das oft besser als in vielen Unternehmen.
Auch wenn es Kritik an Vielfalt gibt, kann der Sport damit umgehen.
Der Sport stärkt demokratische Werte und hilft, sie zu erhalten,

sagt Daniel Schmidt

er ist Sportkommunikator und Diversitymanager, Spotenzial

Veränderung beginnt oft im Kleinen

Viele Veränderungen beginnen mit kleinen Schritten.

Vereine können ihre Kommunikation überprüfen.
Sie können neue Bilder zeigen.

Sie können auch neue Zielgruppen ansprechen.

Viele Barrieren entstehen zuerst im Kopf.

Menschen mit Behinderung wissen oft selbst gut, was sie brauchen.
Vereine sollten einfach nachfragen.

Dann entstehen oft einfache Lösungen für Teilhabe.

Teilhabe bedeutet: Alle können mitmachen.

Sport kann Gesellschaft verändern

Sport bringt Menschen zusammen.

Herkunft, Alter oder Hintergrund spielen oft keine Rolle.

Besonders im Jugendsport funktioniert gemeinsames Handeln oft ganz selbstverständlich.

Sportvereine entstehen aus der Liebe zu einer Sportart.

Gleichzeitig entstehen dort wichtige soziale Räume.

Dort lernen Menschen Gemeinschaft, Demokratie und Zusammenarbeit.

Genau darin liegt die große Kraft des Sports.

Hier könnt ihr die ganze Podcastfolge hören.

Wenn ihr Fragen habt, meldet euch gerne..

Ihr könnt auch mit uns über Zukunft, Sport und Veränderungen sprechen.

Unsere beiden Gäste:

Katja Lüke arbeitet beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Sie arbeitet dort im Bereich Diversität.

Katja Lüke ist auch Sportlerin.
Sie ist mit dem Handbike viele Marathon-Rennen gefahren.
Sie ist auch Rollstuhlfechterin.

Sie hat Tipps für einen respektvollen Umgang mit Menschen mit Behinderung geschrieben.
Der Titel lautet: „10 Knigge Tipps zum respektvollen Umgang mit behinderten Menschen“.

Daniel Schmidt arbeitet selbstständig im Bereich Sportkommunikation.
Sportkommunikation bedeutet: über Sport sprechen und informieren.

Daniel Schmidt ist auch Fachkraft für Diversitätsmanagement (IHK).

Er beschäftigt sich auch mit Diversität im Sport.
Er unterstützt die Initiative „Klischeefrei im Sport“.